Aus Liebe zu den Menschen

Herausforderungen für die Friedensarbeit in Palästina

Trägerin des Augsburger Friedenspreises Sumaya Farhat-Naser spricht im diako

Herausforderungen für die Friedensarbeit in Palästina

Friedensprojekte stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Sumaya Farhat-Naser im diako am 9. Mai um 19 Uhr im hotel am alten park in Augsburg. Die 1948 in Birzeit bei Ramallah geborene Autorin und Trägerin des Augsburger Friedenspreises von 2000 lehrt seit vielen Jahren gewaltfreie Kommunikation und den Umgang mit Konflikten, kämpft unermüdlich gegen Hoffnungslosigkeit und Resignation in ihrer Heimat. „Niemand will wahrhaben, dass Friedensarbeit wie eine Mosaikarbeit ist, deren Erfolge vielleicht erst in 20 bis 30 Jahren sichtbar werden“, sagt die Palästinenserin.

Im diako berichtet Farhat-Naser auch über Entwicklungsprojekte zur Förderung von Jugendlichen und Frauen in Palästina. Austauschprogramme zwischen Schulen in Palästina und Deutschland zielen auf Überwindung religiöser und interkultureller Schranken durch Integration.

Die Referentin Sumaya Farhat-Naser studierte Biologie, Geographie und Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Promotion in Angewandter Botanik. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco. Farhat-Naser wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Münster. 1995 wurde sie mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte und 1997 mit dem Evangelischen Buchpreis des Deutschen Verbands Evangelischer Büchereien geehrt. 2011 kam der AMOS-Preis für Zivilcourage in Religion, Kirchen und Gesellschaft hinzu.